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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-04-01 - 2020-03-31

Klimawandel, zunehmende Verstädterung und Nachverdichtungen im innerstädtischen Raum erfordern neue Wege und Lösungsansätze zur Steigerung der Lebensqualität und des Lebens- und Wohnkomforts in städtischen Strukturen. Kinder und Jugendliche verbringen den Großteil des Tages in Kindergärten und Schulen. In der Regel wird den Schulfreiräumen aber nur eine geringe Bedeutung beigemessen. Schulfreiräume werden oftmals nicht entsprechend geplant und gestaltet, um den gestiegenen vielfältigen Anforderungen im Schulalltag gerecht werden zu können. Auf größere Pflanz- oder Rasenflächen und vor allem auf schattenspendende Bäume wird in Zeiten knapper Ressourcen mit Bedacht auf nachfolgende Grünpflegemaßnahmen eher verzichtet. Qualitätsvolle Lernräume und das Wohlfühlen in schulischen Innen- und Außenräumen sind aber die Grundlage für gutes Lernen. „GRÜNEzukunftSCHULEN“ er- und bearbeitet Ansätze zur Gebäudebegrünung nicht nur theoretisch sondern prototypisch an zwei neugebauten Schulstandorten sowie einen Schulstandort in der Planungs- und Bauphase getestet sowie mit den Erfahrungen aus dem laufenden Projekt GrünPlusSchule (GRG7 Kandlgasse, Altbau) verglichen. Das betrifft insbesondere den Energie- und Wasserbrauch der Begrünungssysteme sowie die Wirkungen der Pflanzen und Substrate auf das Gebäude und das Raum- bzw. Mikroklima. Besonderes Interesse gilt dabei dem Vergleich von nicht belüfteten Räumen im Alt- und Neubau sowie den mechanisch belüfteten Räumen (Klassenzimmer und allgemein zugängliche Räume) im Neubau. Eine Frage, die es zu erforschen gilt, ist die potenzielle Gefahr, dass im Neubau ohne Lüftungsanlage die Luftfeuchtigkeit aufgrund der Begrünungen ein zu hohes Niveau erreicht. Deshalb ist auch die Untersuchung von Schimmelsporen gerade im dichten und gedämmten Neubau wichtig. Ein weiterer Schwerpunkt im Projekt ist die Untersuchung und Analyse der sozialen Aspekte, der Integration der Begrünungen und der Grünpflege als Teil einer nachhaltigen Schulkultur sowie des Einflusses von Begrünungen im Klassenzimmer auf die Lehrpersonen und die SchülerInnen – ganz im Sinne einer nachhaltigen Schulentwicklung und eines Beitrags zum Unterrichtsprinzip „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Als Ergebnis des Projekts, neben der Umsetzung und Evaluierung von Begrünungen im Schulneubau, werden die Erkenntnisse aus dem F&E-Projekt in Form eines Leitfadens für Grüne Architektur im Schulbau, der die Planungs- und Bauphase, die Sanierung, die Errichtung, Pflege, langfristige Betreuung (auch unter Berücksichtigung der Schulferien) von Begrünungselementen an und in Gebäuden und im Schulfreiraum umfasst, aufbereitet. Der Leitfaden richtet sich dann an Schulen in ganz Österreich. Zusätzliche Unterrichtsmaterialien und Lessons learnt aus den sozialen Prozessen stehen auch weiteren interessierten Schulen zur Verfügung.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-04-01 - 2020-03-31

In den vergangenen Jahren veränderte sich der Umgang mit Hochwasserrisiken in den Ländern der Europäischen Union von der reinen Gefahrenabwehr zum Management von durch Hochwasser verursachten Risiken. Aufgrund der Einführung der Hochwasserrichtlinie (2007/60/EC) sind die Mitgliedsstaaten angehalten flächendeckende Risikomanagementpläne durchzuführen. Im Rahmen des FLOODLABEL-Projektes werden angewandte Lösungen für das Risikomanagement von Wildbachprozessen in Bergregionen und Hochwasserereignissen im Alpenvorland erarbeitet. Aufbauend auf einer Analyse der Risikoentwicklung wird hierzu die Effizienz nicht-technischer Schutzmaßnahmen analysiert und bewertet.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2014-12-01 - 2016-11-30

Gegenwärtig wird die Wiener U-Bahnlinie U1 über ihre südliche Endhaltestelle hinaus verlängert. Vom Reumannplatz aus verläuft die geplante Trasse zunächst unter der Favoritenstraße nach Süden in Richtung der geplanten Haltestellen Troststraße und Altes Landgut. Die Trasse verläuft dabei bis zu 25 m unter der Geländeoberkante und schneidet in ihrem Verlauf eine Abfolge geologischer Einheiten. Die Basis bilden Ablagerungen aus dem Neogen, im Hangenden finden sich Ablagerungen aus dem jüngsten Erdzeitalter, dem Quartär. Es handelt sich hierbei um Flussterrassen, die in der Vergangenheit im Wesentlichen von der Donau abgelagert wurden. Derzeit gibt es zwar eine relative Chronologie zur zeitlichen Abfolge der Bildung der verschiedenen Terrassen, die das Wiener Stadtbild prägen, eine numerische (absolute) zeitliche Einordnung liegt bisher jedoch nicht vor, da sich nicht zuletzt auch die Zugänglichkeit zu entsprechenden ungestörten Ablagerungen im Wiener Stadtgebiet als schwierig erweist. Im Rahmen der U-Bahnbaustelle der U1 bietet sich derzeit die einmalige Gelegenheit, ein Datierungs-Transekt durch eine komplexe quartäre Sedimentabfolge zu legen und somit neue Einblicke in die quartäre Landschaftsgeschichte des Wiener Stadtgebietes zu gewinnen. Ermöglicht wird dies mittels physikalischer Datierungsmethoden, mit deren Hilfe Ablagerungsalter von Sedimenten bestimmt werden können. In Rahmen des beantragten Projektes ist geplant zwei unabhängige Altersdatierungsmethoden einzusetzen: Optisch stimulierte Lumineszenz (OSL) Datierungen, sowie Burial Age Datierung mit Hilfe kosmogener Nuklide. Ziel des Projektes ist es, erstmals eine auf die Ergebnisse physikalischer Datierungsmethoden gestützte, numerische Chronologie für die älteren Donauterrassen im Stadtbereich Wiens zu etablieren. Hiermit soll auch der Frage nachgegangen werden ob und wenn ja wann es im Quartär zu tektonischen Verstellungen der Terrassenkörper gekommen ist.

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