Forschung


Neueste SCI Publikationen

Neueste Projekte

Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-04-01 - 2021-03-31

Dieses Forschungsprojekt befasst sich mit der Umgestaltung von Städten zu nachhaltigen und resilienten Räumen. In einem Prozess sollen Fassadenbegrünungen als progressive Verknüpfung der Ernährungs-, Wasser- und Energieversorgung eingehend untersucht werden, mit dem Ziel, sie als wertvolles Element in Städten der Zukunft einzusetzen. Denn gerade dichte urban Räumen profitieren von Fassadenbegrüngen mit ihren vielfältigen Ökosystemdienstleistungen (z.B. Kühlung der Lufttemperatur, passiver Hochwasserschutz, Bioenergie, Nahrungsmittelproduktion, Biodiversität, Schallreduktion). Um das Potenzial von vertikalen Bauwerksbegrünungen herauszufinden, wird das Urban Vertical Green 2.0-Konsortium in drei Städten (Berlin, Wien und Ljubljana) gemeinsam mit dortigen Stakeholdern folgende Aspekte hinsichtlich Verwaltung und Management von städtischen Grünstrukturen im Rahmen dieses Projekts beleuchten: A | Integration von Fassadenbegrünung auf Bauobjekt- und Stadtquartiersebene mit dem Focus auf Habitat, Wasser, Hitze- und Energiemanagement; B | technologische Innovation und Entwicklung von Pflege- bzw. Wartungssytemen von vertikalen Grünwänden sowie Entwicklung einer technischen vertikalen Ernteeinheit; C | Optimierung und Anpassung von Design- und Verwaltungsprozessen; Mit einem transdisziplinären und mitgestaltenden Ansatz sollen konventionelle Begrünungen überdacht werden und mit innovativen Wissen aus den Bereichen Stadtplanung, Landschaftsarchitektur, Ökohydrology, Maschinenbau, Siedlungswasserbau sowie Wirtschaft optimiert werden, um zukünftig verstärkt Nature-based Solutions in urbane Räume zu bringen, einzusetzen und zu nutzen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-01-01 - 2022-12-31

Nach Hochwasserereignissen ist die Standsicherheit und Instandhaltung von Hochwasserschutzdämmen von Bedeutung. Neben dem Aufbau und der Geometrie wird die Dammstabilität maßgeblich durch die Beschaffenheit der Oberfläche beeinflusst. Dabei übernimmt vor allem die Vegetation eine Schutzfunktion. Als bester Schutz für den Dammkörper wird eine dauerhafte, dichte und geschlossene Grasnarbe gesehen. Gehölze auf Hochwasserschutzdämmen werden bisher abgelehnt, beziehungsweise nur unter besonderen Bedingungen geduldet. Viele Richtlinien verbieten den Einsatz von Gehölzen auf Dämmen. Diese Regelwerke basieren aber oft auf Erfahrungswerten, welche mit problematischen und unpassenden Gehölzstrukturen, wie großen Einzelbäumen und einzelnen Baum- und Strauchgruppen gemacht wurden, während es einen Mangel an wissenschaftlichen Untersuchungen zu diesem Thema gibt. Deshalb wird im Rahmen eines vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft sowie vom Land Niederösterreich geförderten Projekts der Einfluss von niedrig bis mittel wüchsiger, flexibler Gehölzvegetation auf die Standsicherheit und Instandhaltung von Hochwasserschutzdämmen untersucht.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-04-01 - 2020-03-31

Klimawandel, zunehmende Verstädterung und Nachverdichtungen im innerstädtischen Raum erfordern neue Wege und Lösungsansätze zur Steigerung der Lebensqualität und des Lebens- und Wohnkomforts in städtischen Strukturen. Kinder und Jugendliche verbringen den Großteil des Tages in Kindergärten und Schulen. In der Regel wird den Schulfreiräumen aber nur eine geringe Bedeutung beigemessen. Schulfreiräume werden oftmals nicht entsprechend geplant und gestaltet, um den gestiegenen vielfältigen Anforderungen im Schulalltag gerecht werden zu können. Auf größere Pflanz- oder Rasenflächen und vor allem auf schattenspendende Bäume wird in Zeiten knapper Ressourcen mit Bedacht auf nachfolgende Grünpflegemaßnahmen eher verzichtet. Qualitätsvolle Lernräume und das Wohlfühlen in schulischen Innen- und Außenräumen sind aber die Grundlage für gutes Lernen. „GRÜNEzukunftSCHULEN“ er- und bearbeitet Ansätze zur Gebäudebegrünung nicht nur theoretisch sondern prototypisch an zwei neugebauten Schulstandorten sowie einen Schulstandort in der Planungs- und Bauphase getestet sowie mit den Erfahrungen aus dem laufenden Projekt GrünPlusSchule (GRG7 Kandlgasse, Altbau) verglichen. Das betrifft insbesondere den Energie- und Wasserbrauch der Begrünungssysteme sowie die Wirkungen der Pflanzen und Substrate auf das Gebäude und das Raum- bzw. Mikroklima. Besonderes Interesse gilt dabei dem Vergleich von nicht belüfteten Räumen im Alt- und Neubau sowie den mechanisch belüfteten Räumen (Klassenzimmer und allgemein zugängliche Räume) im Neubau. Eine Frage, die es zu erforschen gilt, ist die potenzielle Gefahr, dass im Neubau ohne Lüftungsanlage die Luftfeuchtigkeit aufgrund der Begrünungen ein zu hohes Niveau erreicht. Deshalb ist auch die Untersuchung von Schimmelsporen gerade im dichten und gedämmten Neubau wichtig. Ein weiterer Schwerpunkt im Projekt ist die Untersuchung und Analyse der sozialen Aspekte, der Integration der Begrünungen und der Grünpflege als Teil einer nachhaltigen Schulkultur sowie des Einflusses von Begrünungen im Klassenzimmer auf die Lehrpersonen und die SchülerInnen – ganz im Sinne einer nachhaltigen Schulentwicklung und eines Beitrags zum Unterrichtsprinzip „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Als Ergebnis des Projekts, neben der Umsetzung und Evaluierung von Begrünungen im Schulneubau, werden die Erkenntnisse aus dem F&E-Projekt in Form eines Leitfadens für Grüne Architektur im Schulbau, der die Planungs- und Bauphase, die Sanierung, die Errichtung, Pflege, langfristige Betreuung (auch unter Berücksichtigung der Schulferien) von Begrünungselementen an und in Gebäuden und im Schulfreiraum umfasst, aufbereitet. Der Leitfaden richtet sich dann an Schulen in ganz Österreich. Zusätzliche Unterrichtsmaterialien und Lessons learnt aus den sozialen Prozessen stehen auch weiteren interessierten Schulen zur Verfügung.

Betreute Hochschulschriften